Streicheleinheiten für die Samtpfoten
Von: PAZZahlreiche Ausflüge haben die Kinder aus Mogilew bereits unternommen – gestern ging es ins Peiner Tierheim.
Für die Kinder aus Weißrussland war der Besuch im Tierheim Neuland. „Bei uns zu Hause gibt es solche Institutionen leider nicht“, erzählt Betreuerin Irina Olenewa. „Es fehlt am nötigen Geld.“ Um so begeisterter waren die Kinder von den Hunden und Katzen in Peine.
„Ich habe auch einen Kater“, sagt zum Beispiel Dascha, während sie eine Samtpfote streichelt. „Er heißt Puschok – das bedeutet kuscheln.“ Die Elfjährige ist eines von 16 Kindern, die derzeit Urlaub im Peiner Land machen, um sich von den Spätfolgen der Tschernobyl-Katastrophe zu erholen. Seit 20 Jahren gibt es diese Aktion des Kirchenkreises Peine, die in Ölsburg ihren Anfang nahm.
Dem zwölfjährigen Dima gefallen vor allem die Hunde. „Leider habe ich keine eigenen Tiere zu Hause“, erklärte er. „Mein Vater hat eine Allergie.“
Auch Betreuerin Olenewa ist begeistert von dem Tierheim. „Bei uns in Weißrussland gibt es viele streunende Katzen und Hunde“, erzählt sie. „Häufig finden die Tiere in Kellern Unterschlupf und werden von den Menschen im Haus miternährt.“
Der Erholungsurlaub der Kinder geht übrigens „tierisch“ weiter: Am Sonnabend geht es ab 11 Uhr auf den Ponyhof Fuhsetal in Ölsburg.








