Frauen hoffen auf Licht für Geburtsstation
Von: PNChristlicher Verein Junger Menschen will Spenden sammeln - Gesamtkosten auf 7500 Euro geschätzt
Mütter warten mit ihren Babys auf die Schutzimpfung. In Lago, ihrem Dorf, gibt es weder Strom noch fließendes Wasser.
Wenn im westafrikanischen Lago, in Burkina Faso, nachts ein Kind geboren wird, muss die Hebamme mit dem Licht einer Taschenlampe auskommen. Ein Zustand, den der Christliche Verein Junger Menschen (CVJM) Stederdorf in seinem Partnerdorf ändern möchte.
"Es hat uns ein Hilferuf erreicht, mit der Bitte, das Dach der Entbindungsstation zu erneuern und mit einer neuen Solaranlage für eine ausreichende Nachtbeleuchtung auszustatten", sagt Henning Könemann vom CVJM Stederdorf. "Das Dach der kleinen Entbindungsstation ist seit längerer Zeit kaputt und eine alte Solaranlage inklusive der Batterien ist nicht mehr nutzbar. Lago liegt in der Sahel-Zone und hat weder eine elektrische Versorgung noch fließendes Wasser", erklärt er.
"Die Gesamtkosten für die gewünschte Sanierung werden sich auf rund ? 7 500 Euro belaufen und können nur aus Spendenmitteln finanziert werden", sagt Könemann weiter. Die Dorfbevölkerung von Lago habe eine Mithilfe entsprechend ihrer Möglichkeiten zugesichert.
Auch Unterstützung in der Kommunikation, Koordination und Projektbegleitung sei gesichert. Diesen Part wolle Nicole Grimminger übernehmen, eine Stederdorferin, die zurzeit bei einer deutschen Hilfsorganisation in der Hauptstadt von Burkina Faso arbeitet, in Ouagadougou.
Zusammen mit afrikanischen Verantwortlichen wurden in den vergangenen Jahren vom CVJM Stederdorf die Projekte Schulstipendien, "Seifenwerkstatt" für Frauen, Ernährungsberatungsstelle für Mütter und Kinder (CREN), Baumschule, Apotheke und die Unterstützung der kleinen Kranken- und Entbindungsstation auf den Weg gebracht.
Delegationen des CVJM Stederdorf haben bereits vier Mal Burkina Faso besucht und sich vom Stand und Sinn der Projekte überzeugen können. Mehrmals waren auch Gäste aus Burkina Faso zu Besuch bei den Stederdorfern.
"Mit japanischer Finanzierung konnte in Lago ein zweites und in drei Ortsteilen erstmalig überhaupt ein Schulgebäude errichtet werden", berichtet Henning Könemann weiter. Damit sei die Voraussetzung geschaffen, dass rund 400 Kinder zusätzlich der eigentlich zustehenden sechsjährigen Schulpflicht nachkommen können. "Aber auch dann können noch längst nicht alle Kinder eine Schule besuchen. In Burkina Faso ist von einer Analphabetenrate von etwa 70 Prozent auszugehen. Deshalb steht für den Stederdorfer CVJM auch die weitere Verbesserung der Bildungsvoraussetzungen an vorderster Stelle des Engagements in Burkina Faso."
FAKTEN
Die Burkina Faso-Projektgruppe des CVJM Stederdorf informiert gern in Kirchengemeinden und Schulen über ihre Arbeit. Über die Telefonnummer (05176) 8039 oder E-mail info@cvjm-stederdorf.de können Termine vereinbart und weitere Informationen eingeholt werden. Der CVJM Stederdorf unterhält seit 1997 mit der burkinischen Partnerorganisation "Association Naba-Yadega de Lago (ANYLO)" und seit 2009 mit dem "Office de Développement des Eglises Evangéliques du Burkina Faso (ODE)" eine Partnerschaft. Der ODE ist der burkinische Partner von "Brot für die Welt" in Deutschland. Das Engagement des CVJM Stederdorf bezieht sich vorrangig auf die Bildungs- und Schulentwicklung sowie Gesundheit, schließt aber auch eine nachhaltige humanitäre Soforthilfe nicht aus.







