Maximilian Buchberger in der Kirche "Corpus Christi" in Edemissen an der Orgel, die Siegfried Sauer erbaut hat.
Auch Kirchenkreiskantor Christof Pannes war nach Edemissen gekommen, um in der katholischen Kirche "Corpus Christi" das Orgelkonzert zu erleben, zu dem Maximilian Buchberger eingeladen hatte.<//b>
Pannes war kritischer Zuhörer und Mutmacher zugleich. Denn das Konzert war die Generalprobe für eine Prüfung, die Buchberger in den nächsten Tagen an der Hochschule für Musik in Detmold zu bestehen hat. Dort, in Detmold, studiert der jetzt 27 Jahre alte gebürtige Peiner Schulmusik und katholische Kirchenmusik. Er wird sein Studium in zwei Jahren beendet haben und hofft dann auf eine Anstellung als Musiklehrer an einem Gymnasium oder als Diplom-Kirchenmusiker.<//b>
Die Prüfung in Detmold ist ein Teil des Vordiploms. Maximilian Buchberger wird alle Prüfungen mit Bestnoten bestehen. Das ist gewiss. Denn er hat sein Können in der jüngsten Vergangenheit schon mehrfach bewiesen, beispielsweise in Konzerten an St. Jakobi in Peine. Zudem ist Buchberger Organist an der Kirche "Zu den heiligen Engeln" in Peine.<//b>
In Edemissen spielte er zunächst das Magnificat in D-Dur von Jean-Francois Dandrieu (1682 bis 1738), der Organist an der Königlichen Kapelle in Paris war. Buchberger einte in dieser Suite sein technisches Können mit feinfühliger Interpretation. Danach folgte mit Johann Sebastian Bach (1685 bis 1750) ein weiterer Komponist aus der Zeit des Barocks. Buchberger spielte zwei Choralbearbeitungen aus dem Orgelbüchlein ("Liebster Jesu, wir sind hier" und "Wenn wir in höchsten Nöten sein") voller inniger Demut.<//b>
Dann erwies der 27-Jährige zwei Komponisten die Reverenz, die beide in Leipzig gestorben sind: Bach 1750 und Felix Mendelssohn Bartholdy 1847. Obwohl Mendelssohn ein Jahrhundert nach Bach gelebt hat, nennt ihn Buchberger einen "barocken Romantiker". Von Bach und Mendelssohn spielte er jeweils "Präludium und Fuge in c-Moll".<//b>
Es wäre vermessen, beide Werke vergleichen zu wollen. Nur so viel sei gesagt: Bach hat mehr Fermaten vorgesehen, womit die barocke Fülle lang anhaltender zum Ausdruck kommt. Das Konzert in Edemissen hat vor allem dies deutlich gemacht: Buchberger beherrscht die Königin aller Musik-Instrumente, weil er sie liebt. Und er liebt nicht nur die Orgel, sondern die besten Komponisten von Orgelwerken, mit Johann Sebastian Bach an der Spitze.