„Die ganze Insel ist ein Auf und Ab von Bergen und Hügeln mit fruchtbaren Ebenen. Der klare Himmel, die strahlende Sonne und das milde Klima machen die Insel zu einem echten Paradies“, erzählt Wolfgang Miosga, Diakon der Gemeinde und Reiseleiter. Nicht nur er, sondern alle 40 Reisenden seien auf Sizilien ins Schwärmen geraten: „Das Grün der Zitronen- und Orangenplantagen sowie der Bergwälder hebt sich wunderbar von den abgeernteten Getreidefeldern und Weiden ab“, schildert Miosga.
Das erste Etappenziel war das gebirgige Landesinnere. Nach der Besichtigung einer alten römischen Villa, ging es nach Agrigent, zum berühmten Tal der Tempel, wo die Ilseder die Bauten für die antiken Götter besuchten und einen liegenden Telamon bestaunten, eine acht Meter lange Steinfigur, die früher die Last des Tempelgebälks trug. Miosga betont: „Der Anblick der überwältigenden Baudenkmäler, eingebettet in eine mediterrane Kulisse mit der typischen Flora, einer herrlichen Landschaft und dem besonderen Licht, ist äußerst eindrucksvoll.“
Bestaunenswert sei aber vor allem der Ätna gewesen: „Er hat uns in seinen Bann gezogen. Schnell entstand der Wunsch, diesem besonderen Naturschauspiel näherzukommen“, sagt Miosga: Der etwa 3323 Meter hohe Vulkan Ätna an der Ostküste von Sizilien ist der höchste Vulkan Europas und auch aktiv. Kastanienwälder, Zitrusfrüchte, Olivenhaine, Weinberge und Obstgärten wechseln am Fuße des Vulkans ab. Auf dem Weg zum Gipfel überwiegt graues Lavagestein, das bisweilen bizarre Formen vor dem blauen Himmel bildet. Auf 2900 Metern konnten die Besucher zwei Krater umrunden, erzählt der Reiseleiter: „Mit dem Bergführer sind einige bis zum Kraterrand gegangen und haben einen Blick in die ,Hölle? gewagt.“
Die Reisegruppe unternahm auch einen Abstecher auf die vorgelagerten Äolischen Inseln. Auf der Insel Vulcano erwarteten sie Schwefel-Dämpfe, Ablagerungen und heiße Fumarolen. „Der Bummel zu den warmen Schwefelschlammquellen begeistert uns zwar, aber darin baden wollte niemand – es roch etwas streng“, sagt Miosga lachend.
Erfrischend bei der Hitze waren die Schluchten des Alcantara. „Der Fluss Alcantara hat sich bis zu 20 Meter tief in das Lavagestein des Ätnas gegraben und so eine äußerst imposante Landschaft geschaffen. Natürlich mussten wir mit den Füßen in das klare, kalte Wasser!“
Ein Muss war auch die archäologische Zone in Syrakus mit dem griechischen Fels-Theater und die Steinbrüche mit dem „Ohr des Dionysios?, das römische Amphitheater und der Opferaltar von Hieron, dem II.
Nicht zuletzt das köstliche Essen und die Gastfreundschaft der Sizilianer wird den Ilsedern in Erinnerung bleiben. „Besonders die leckeren Süßspeisen, wie etwa Canolli, mit Ricotta und Schokoladenstücken gefüllte Teigröllchen, sind unbedingt zu erwähnen!“, schwärmt Miosga.
Mehr über die bezaubernde Reise wird der Diakon bei einem Vortrag am 1. Oktober, 18.30 Uhr, in der Kirchengemeinde und für den Ilseder Kulturverein 7. April 2011 um 19 Uhr im Komed berichten.