Evangelisch-lutherischer Kirchenkreis Peine

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Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine:
Freitag, 20. Juli 2018:
Losungstext:
Ich will sie durchs Feuer gehen lassen und läutern, wie man Silber läutert, und prüfen, wie man Gold prüft. Dann werden sie meinen Namen anrufen, und ich will sie erhören.
Sacharja 13,9
Lehrtext:
Paulus schreibt: Wir rühmen uns der Bedrängnisse, weil wir wissen, dass Bedrängnis Geduld bringt, Geduld aber Bewährung, Bewährung aber Hoffnung.
Römer 5,3-4
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Europäische Erstaufführung in Peine: Mozart-Messe begeisterte 500 Besucher

Die europäische Erstaufführung der vervollständigten c-Moll-Messe von Mozart in der St.-Jakobi Kirche Peine.
StarkesTeam: Benjamin-Gunnar Cohrs (l.) und Christof Pannes.
Beeindruckende Leistung: Magdalene Harer (Sopran).

Peiner Allgemeine Zeitung 08. Oktober 2012
Das war ein kultureller Höhepunkt, der in die Peiner Stadtgeschichte eingehen wird. In der St.-Jakobi-Kirche erklang gestern Abend vor 500 Besuchern Mozarts berühmte Messe in c-Moll. Es war die europäische Erstaufführung der vervollständigten Fassung des Bremer Musikforschers Benjamin-Gunnar Cohrs.

Die besondere Atmosphäre in der Kirche, dazu die knisternde Spannung vor der Premiere – keine Frage, es war ein ganz besonderes Ereignis, das spürten alle Besucher. Dem Anlass angemessen, kam es zum Stelldichein hochkarätiger Musiker. Die Kirchenkreiskantorei St. Jakobi und die Jugendkantorei Peine sangen begleitet vom Göttinger Barockorchester. Unter der präzisen und souveränen Leitung von Kirchenkreiskantor Christof Pannes zeigten alle Beteiligten absolute Höchstleistungen.

Auch die Solisten Magdalene Harer (Sopran), Karin Gyllenhammar (Sopran), Henning Kaiser (Tenor) und Martin Backhaus (Bassbariton) überzeugten auf der ganzen Linie. Cohrs? Vervollständigung von Mozarts c-Moll-Messe enthielt neue Ergänzungen von Credo und Agnus Dei nach Vorlagen von Mozart. Für Kyrie, Gloria und Sanctus hatte Pannes die neue kritische Ausgabe von Richard Maunder gewählt. Alles in allem ein höchst spannendes und anspruchsvolles Programm, das Chöre und Solisten mit Bravour meisterten.

Am Ende war dann auch nicht nur das Fachpublikum von der europäischen Erstaufführung in Peine beeindruckt. Das Publikum brachte seine Begeisterung mit lang anhaltendem Applaus zum Ausdruck. Auch der Verfasser der Vervollständigung, der eigens zum Konzert aus Bremen angereist war, zeigte sich hoch zufrieden: „Bei Christof Pannes war das Stück in den allerbesten Händen. Er hat das Werk mit seinem Chor vorzüglich vorbereitet, und mit so guten Solisten und dem so kompetent begleitenden Göttinger Barockorchester blieben bei mir keine Wünsche offen“, sagte Benjamin-Gunnar Cohrs, der lächelnd applaudierte. Und auch Christof Pannes resümierte nach diesem einmaligen Musikereignis zufrieden: „Es hat sich gelohnt, sich dieser großen Herausforderung zu stellen.“

Geistliche Abendmusik kam gut an

Spielten in der Stederdorfer St.-Petrus-Kirche: Lars Miehe (links) und Hanno Diederichs.
Bewies Interpretationstiefe: Christiane Hussy an der Traversflöte.

Peiner Allgemeine Zeitung 26. September 2012
Kammermusik auf hohem Niveau begeisterte in der St.-Petrus-Kirche Stederdorf rund 80 Besucher, die der Einladung der evangelische Kirchengemeinde Stederdorf zu dieser geistlichen Abendmusik gefolgt waren.

Werke aus der Barockzeit bildeten den Schwerpunkt. Ein Ensemble aus Ingrid Struck (Sopran), Lars Miehe (Blockflöte), Christiane Hussy (Traversflöte) sowie Hanno Diederichs (Cembalo, Klavier und Orgel) übernahm die musikalische Gestaltung. Meditative Lesungen durch Pastor Ortwin Band über die göttliche Kraft der Musik, die heilsam wirkt, und der Suche nach Gott umrahmten das Programm. So gefiel Ingrid Struck mit ihrer warmen klaren Sopranstimme in den Arien „Flammende Rose“ von Georg Friedrich Händel und „Herr der Gnade, Gott des Lichts? von Georg Philipp Telemann.

Auf der Traversflöte bewies Christiane Hussy in Werken wie „Syrinx“ von Claude Debussy oder dem zeitgenössischen Stück „Champagner“ des Komponisten Hans-Jürgen Hufeisen ihre Interpretationstiefe. Lars Miehe spielte Sopran- und Alt-Blockflöte auf einem hohen technischen Niveau. Auf dem Cembalo, Klavier und an der Orgel führte Kirchenmusiker Hanno Diederichs durchs Programm. Die Besucher dankten mit herzlichem Applaus, das Ensemble ließ den Abend mit dem mehrstimmigen Satz des Chorals „Bleib bei mir, Herr!“ als Zugabe ausklingen.

Wandelkonzert in St. Jakobi und den Heiligen Engeln

Wunderbarer Wandel: Kirchenkreiskantor Christof Pannes vor der Keates-Orgel „Zu den Heiligen Engeln“ und Maximilian Buchberger vor der Hammer-Orgel in St. Jakobi.

Peiner Allgemeine Zeitung 04. September 2012
Premiere in Peine: Bei einem Wandelkonzert brachten die Kirchenmusiker Christof Pannes und Maximilian Buchberger die unterschiedlichen Klangbilder der Orgeln in der evangelischen St.-Jakobi-Kirche und der katholischen Pfarrkirche „Zu den Heiligen Engeln“ zu Gehör.

Die Orgel gilt als Königin aller Instrumente. In Peine gibt es gleich zwei außergewöhnliche und frisch renovierte Majestäten mit ganz unterschiedlichem Naturell – die eine barock-polyphon in St. Jakobi und die andere englisch-romantisch in der Pfarrkirche. Um die hohe Qualität und die Unterschiede der Instrumente zu verdeutlichen, hatten Pannes und Buchberger schon vor geraumer Zeit die Idee für das Wandelkonzert, bei dem beide Orgeln nacheinander gespielt wurden.

Gut 200 begeisterte Zuhörer ließen sich am Sonntag auf dieses spannende Abenteuer ein und dankten dafür mit kräftigem Applaus. Um den Wandel perfekt zu machen, tauschten die beiden herausragenden Musiker ihre Instrumente. Und so machte Buchberger an der 1963 von der Firma Hammer in Hannover erbauten Jakobi-Orgel mit vier Manualen und 50 Registern den Auftakt. Er spielte Werke von Johann Sebastian Bach, eine eigene Improvisation und die „Toccata d-Moll“ von Max Reger.

Danach wandelte das Publikum zur Kirche „Zu den Heiligen Engeln“. Nach einem Imbiss und angeregten Gesprächen im Pfarrgarten, folgte der zweite Teil des Konzerts mit Pannes. Der Kirchenkreiskantor spielte Werke von Felix Mendelssohn Bartholdy. Die Orgel in der katholischen Kirche hat drei Manuale und 32 Register. Sie wurde 1908 in England von Albert Keates aus Sheffield gebaut. Bis vor drei Jahren stand sie noch in Chesterfield. Dort wurde sie ausgebaut und nach gründlicher Restaurierung 2010 in Peine wieder aufgebaut.

 

„Europareise“ mit Flöte und Altsoli

Christiane Hussy (Querflöte) und Christopher Kleeberg (Orgel) übernahmen den instrumentalen Part des Konzerts.
Altistin Yvonne Albes beim Konzert in Equord.

Peiner Allgemeine Zeitung 28. August 2012
Stimmgewaltige Altsoli gemischt mit den zarten Klängen der Querflöte und der vielseitigen Klangweise der Orgel: Dieses Matinee-Konzert in der Markuskirche Equord versprach den Zuhörern einen besonderen Hörgenuss – und hielt sein Versprechen.

Die etwa 50 Konzertgäste erlebten eine Reise durch die europäischen Länder und bekamen einen kleinen Eindruck von deren Kirchenliedern. EQUORD. Von Italien über England und zurück nach Deutschland ging die Kirchenmusikreise, auf die Yvonne Albes, Christiane Hussy und Christopher Kleeberg sowie Karl-Friedrich Albes ihre Gäste mitnahmen. Italien und Frankreich machten den Anfang.

Mit einem Flötenkonzert von Tomaso Albinoni verzauberte Hussy an der Querflöte ihre Zuhörer vom ersten Ton an. Zarte und einfühlsame Klänge erfüllten die Markuskirche. Weiter ging die Reise in die englischen Kirchen. Hier präsentierte Yvonne Albes die biblischen Gesänge von Charles Vilers Stanford. Die kräftige und eindrucksvolle Stimme der Solistin brachte den Besuchern die Kirchenlieder Englands ein Stück näher. Zusammen mit dem Orgelspiel eine harmonische Darbietung.

Noch eindrucksvoller wurde es, als alle drei Komponenten aufeinander trafen: Bei dem 93. Psalm „Le Seigneur est roi“ (auf Deutsch „Der Herr ist König“) aus Frankreich kombinierten die Musiker gekonnt Querflöte, Orgel und Gesang. Am Ende des Konzertes wurde noch ein Stück von einem der größten Komponisten Deutschlands geboten. Die Arie „Gott der Herr ist Sonne und Schild“ von Johann Sebastian Bach vollendete ein sehr gelungenes Konzert, das die Gäste sichtlich genossen. Tosender Applaus ehrte die Leistung der Künstler, und diese bedankten sich ihrerseits mit einer Zugabe von dem deutsch-britischen Komponisten Georg Friedrich Händel.

 

Tierisches Treiben in prachtvoller Kulisse

Alle sind gleich, ob gepunktet oder gestreift: Der Kinderchor sang über Freundschaft.
120 Gäste beim Musical-Gottesdienst in Stederdorf.

Peiner Allgemeine Zeitung 19. Juli 2012
"Eine Freundschaft in der Savanne" - so lautete der Titel des Musicals, das die Kinder des Chorprojekts beim Gottesdienst  vor 120 Gästen in der Stederdorfer St.-Petrus-Kirche aufgeführt haben.

Löwen, Erdmännchen, Giraffen und Zebras tummelten sich im Altarraum und der Posaunenchor intonierte den Panther Blues. "Begeisterte Gäste wurde4n in diesem Gottesdienst mitgenommen auf eine Reise, in die Savanne Afrikas", schildert Pastor Ortwin Brand.

Elf Mädchen und Jungen im Alter von sechs bis zwölf Jahren präsentierten mit großer Freude am Singen das Musical. Das Stück beleuchtet die Frage, wie Vorurteile, Hass und Intoleranz überwunden werden können. "Humorvoll, anrührend und witzig brachten die Akteure Stolpersteine menschlichen Zusammenlebens auf den Punkt", so Brand. "Die Botschaft erreichte unsere Herzen. Verkündigung in besonders kostbarer Gestalt war das heute"

Die angehende Musiklehrerin Gesine Hagemann hatte das Chorprojekt geleitet, die Stücke mit den Kindern erarbeitet und die Szenen mit großer Sorgfalt einstudiert.

 

150 Besucher beim Gemeindefest der Friedenskirche

Die Konfirmanden stellen ihre Praktika vor.
Es gab auch einen Spiele-Parcours.

Peiner Allgemeine Zeitung 19. Juli 2012
„Gottesklang“ lautete das Motto des Gemeindefestes in der evangelischen Friedenskirchengemeinde Peine, das jetzt gefeiert wurde. Damit griff die Gemeinde den Namen für das Jahr der Kirchenmusik auf, das die hannoversche Landeskirche in diesem Jahr begeht.

Passend hierzu trat im Gottesdienst neben der Jugendband „KiBa“ auch ein Projektchor auf, den Gesine Hagemann leitete. Die Pastorinnen Anja Jäkel und Ines-Maria Kuschmann griffen zwischendurch das Thema „Gottesklang“ in ihren Gedanken auf. Auch der Kinderspielkreis brachte eine musikalische Einlage. 150 Besucher sorgten im Gemeindehaus für einen vollen Saal.

Während des Familiengottesdienstes wichen die dunklen Wolken dem Sommerwetter, sodass anschließend auf dem Mehrgenerationenplatz weiter gefeiert werden konnte. Hier gab es ein buntes Programm für jedes Alter. Einige Konfirmandinnen hatten einen Spieleparcours vorbereitet, auf dem die Kinder viel Spaß hatten. Auch die Hüpfburg zog die Kleinen an.

Unter der Leitung von Annegret Hagemann spielte der Posaunenchor unter freiem Himmel mehrere Stücke. Ein kurzes Theaterstück zum Thema Mobbing wurde von einigen Konfirmandinnen vorgeführt. Natürlich gab es auch Gegrilltes, heiße und kalte Getränke sowie selbst gebackenen Kuchen, der von Gemeindemitgliedern gespendet wurde. Die Erlöse des Gemeindefestes der Friedenskirche kommen der Kinder- und Jugendarbeit der Friedenskirche zugute.

Lieder, Lesungen und Leckeres: Sommerkonzert kam an

Konzert in der St.-Godehard-Kirche: Der Chor überzeugte die Besucher.

Peiner Allgemeine Zeitung
Erst Lieder und Lesungen, anschließend Leckeres – das gab es am Sonntagabend in und um die St.-Godehard-Kirche in Rosenthal. Der Chor der Ortschaften Berkum, Handorf, Rosenthal und Schwicheldt hatte zum Sommerkonzert geladen.

Eingeleitet wurde die frühabendliche Stunde von „Geh? aus mein Herz und suche Freud“. Es folgten weitere sommerliche Stücke wie „Scheint die helle Sonne“. Die zahlreichen Besucher folgten den lieblichen und fröhlichen Gesängen andächtig. Unter der Leitung von Simone Kupries schafften es die 15 Sängerinnen, die sommerliche Abendstimmung einzufangen und in die Kirche zu bringen.

Unterstrichen wurde der Abend von Instrumentalmusik, Versen und Geschichten, die ebenfalls die sommerliche Stimmung widerspiegelten. Schmunzeln rief Erich Kästners „Der Juli“ hervor. Die Verse geben den Sommermonat passend und auf ungezwungene Weise wieder: „Im Feld wächst Brot. Und es wachsen dort auch die künftigen Brötchen und Brezeln. Eidechsen zucken von Ort zu Ort. Und die Wolken führen Regen an Bord und den spitzen Blitz und das Donnerwort.“

Kindheitserinnerungen mag bei vielen Besuchern hingegen die Geschichte „Stiller Sommer“ von Johannes Bobrowski hervorgerufen haben. Er schildert die Fahrt mit dem Erntewagen und dem letzten Fuder Heu der Junimagd. Beinahe gespenstisch still wurde es dabei in der Kirche. Die Geschichte lud dazu ein, sich das Gehörte bildlich vorzustellen und zu spüren, wie das Heu im Rücken sticht, während man den Vögeln lauscht, das Schnauben den Pferde hört und den Schatten der hohen Bäume genießt. Erst das Ende des Sommerkonzertes verschaffte dem andächtigen Schweigen ein jähes Ende. Doch Erinnerungen und Erfahrungen konnten im Anschluss bei einem kleinen Imbiss in der sommerlichen Luft ausgetauscht werden. Es war ein sehr gelungenes Sommerkonzert.

Telgte: Erstes Festival junger Kirchenbands

„SevenFour“ aus Oberg war eine der Bands, die beim Jugendbandfestival „Bändz“ in Telgte auftraten.

Peiner Allgemeine Zeitung 16. Juli 2012
Eine Premiere hat jetzt die evangelische Jugendkirche in der St.-Johannis-Kirche in Telgte erlebt: Das erste Jugendbandfestival „Bändz“ im Kirchenkreis Peine.

Eigentlich open air geplant, mussten die Auftritte wegen unbeständigen Regenwetters in die Kirche verlegt werden. Der von Anfang an guten Stimmung unter den vorwiegend jugendlichen Besuchern tat das keinen Abbruch. Im Gegenteil: Professionelle Licht- und Tontechnik verwandelte das Kirchenschiff in einen attraktiven und stimmungsvollen Konzertraum, der statt wie üblicherweise von Orgeltönen, von kräftigen Bässen erfüllt wurde. Drei junge Bands aus der Region zeigten engagiert und überzeugend ihr Können.

Den Anfang machten „SevenFour“ aus Oberg, der jüngste ist Benedikt Fricke (13) am Schlagzeug, die älteste Josi Beims (19) am Bass, dazwischen an der Gitarre Inken Lüddecke (15) und die Sängerinnen Laura Harms (15) und Jana (14) und Aileen Zummach (16). Ein wenig älter waren die Mitglieder der folgenden Bands „some seven“ aus Hohenhameln und „KiBa“ aus der Friedenskirchengemeinde in Peine.

Nach dem frisch-fröhlichen Auftakt von „SevenFour“ gab es auch ruhige Töne: viele Zuschauer bekamen eine Gänsehaut, als Sängerin Nadine und Gitarrist Martin aus Hohenhameln zwei Duette brachten und ihr Können damit eindrucksvoll unter Beweis stellten. Das Repertoire aller drei Gruppen ist bunt gemischt: Modernes geistliches Liedgut beherrschen sie genauso gut wie Aktuelles aus den Pop-Charts. Alle drei Kirchenbands aus dem Peiner Land sind aus einer Kooperation ihrer Kirchengemeinden mit der Kreismusikschule Peine entstanden.

Kreismusikschulleiter Daniel Ke­ding berät als Honorarkraft die Kirchengemeinden und Bands und begleitet die wöchentli­chen Proben und Auf­tritte. Ziel ist eine eigenständige Arbeit der Kirchenbands. Wo es hingehen kann, das zeigten am Ende des Abends die schon gestandenen Musiker der „Impact Band“ aus Nienburg. Sie animierten die Besucher zum Mittanzen und heizten die Stimmung noch einmal richtig an. Rund 90 Gäste hatte das Festival im Laufe es abends. „Über noch mehr Resonanz hätten wir uns sehr gefreut, aber alle, die da waren, waren einfach begeistert und bringen bei der Neuauflage, die sicher stattfindet, bestimmt weitere Leute mit“, so Janette Zimmermann, Diakonin der Jugendkirche Peine.

Organist und Streicher begeisterten die Zuhörer

Begeisterte Zuhörer lauschten im „kleinen Petersdom“ in Equord dem Organisten Christopher Kleeberg
Ulrike Teille, Susanne Dietz, Beate Anschütz und Bärbel Altenmüller vom „Consensus-Quartett“ aus Hannover (von links).

Peiner Allgemeine Zeitung 12. Juli 2012
Auch die Komponisten der Barockzeit ließen sich gern von den Schönheiten der Natur inspirieren – etwa Georg Friedrich Händel mit seinem Orgelkonzert Nr. 13 „Der Kuckuck und die Nachtigall“, das die Streicher des Consensus-Quartetts und der Organist Christopher Kleeberg beim gemeinsamen Konzert in der Equorder Markus-Kirche spielten.

Erquickend, wie im zweiten Satz des Concertos die lockenden Kuckucksrufe und der liebliche Nachtigallengesang mit den zarten Flötenregistern der Orgel imitiert wurden – die Zuhörer spendeten begeistert Beifall. Gleich zu Beginn hatte das Ensemble mit Kanon und Gigue in D-Dur von Johann Pachelbel sein musikalisches Einfühlungsvermögen bewiesen. Der frühere Kantor der Peiner Jakobi-Kirche, Karl-Friedrich Albes, freute sich, mit Susanne Dietz und Ulrike Teille (Violinen), Beate Anschütz (Viola) und Bärbel Altenmüller (Violoncello) ein Streichquartett von hohem Niveau und als Solisten an der Orgel einen früheren Schüler begrüßen zu können.

Albes organisiert regelmäßig Konzerte in der Equorder Kirche, die im 17. Jahrhundert als Mausoleum vom Celler Großvogt Georg Christoph von Hammerstein gebaut wurde und im Volksmund „kleiner Petersdom“ heißt. Die vier Frauen zeigten ihre Qualitäten mit dem Streichquartett in A-Dur („Pauken-Quartett“) von Wolfgang Amadeus Mozart und präsentierten die vier Sätze, die Mozart selbst als „Früchte einer mühsamen Arbeit“ bezeichnet hat.

Mit dem Konzert Nr. 2 in E-Dur von Johann Sebastian Bach kam zum Schluss noch ein Großmeister der Barockmusik zum Klingen. Hier zeigte Christopher Kleeberg sein solistisches Können an der Orgel, begleitet durch die Streicher. Mit langanhaltendem Beifall zollten die Zuhörer den Musikern Respekt für ihre Leistungen.

Posaunenchor: Konzert in der Vöhrumer Kirche

Peiner Allgemeine Zeitung 10. Juli 2012
Mit etwa 60 Zuhörern gut besucht war am Sonnabend die evangelische Kirche an der Kirchvordener Straße in Vöhrum. Der Posaunenchor des Ortes hatte zu seinem Sommerkonzert eingeladen.

Gemeinsam präsentierten erfahrene und junge Mitglieder des Posaunenchors einen bunten Melodienstrauß, auch mit modernen Stücken. Unter der Leitung von Annegret Hagemann wurde unter anderem Filmmusik gespielt, außerdem Songs der Pop-Legende Abba und ein vertontes Märchen. Inspirationen zu diesem Konzert erhielten die aktiven Musiker während eines „Wochenendes voller Musik“ vom 16. bis 18. März in Springe. Dort erfuhren sie mehr über Möglichkeiten, ein Konzert durch Lese- und Trommelbeiträge zu bereichern. Das kam bei den Besuchern am Sonnabend gut an. Der Posaunenchor Vöhrum wurde 1964 gegründet. Die Anzahl der Bläser belaufen sich derzeit auf etwa 25 spielfreudige Blechbläser mit Trompeten, Flügelhorn, Tenorhorn, Zugposaune und Tuba.

Aufführung der "Lafferder Passion" mit 70 Mitwirkenden

Dagmar Klimke (links) leitete die Aufführung der "Lafferder Passion" in der voll besetzten evangelischen Kirche.

Peiner Nachrichten 07. April 2012
Unter dem Geläut der Glocke verließen die Zuhörer schweigend die evangelische Kirche in Groß Lafferde. In der Stunde zuvor war ihnen musikalisch dargestellt worden, wie Jesus Christus gekreuzigt worden und gestorben ist.

Die Menschen hatten der Bitte der Kirchengemeinde entsprochen, nach der Aufführung der "Lafferder Passion" auf Beifall zu verzichten. Draußen vor dem Gotteshaus wirkten sie heiter, wissend, dass Gottes Sohn von den Toten auferstanden ist.

Ostern ist das höchste Fest der Christen. Diese Erkenntnis wurde ihnen am Nachmittag des gestrigen Karfreitags von insgesamt 70 Mitwirkenden in dem voll besetzten Gotteshaus auf eindrucksvolle Weise vermittelt.

Für den Erfolg der Aufführung sorgten in erster Linie Dagmar Klimke für die Gesamtleitung, Kirchenkreiskantor Christof Pannes und der Tenor Henner Jähner, der durch die Passion nach Texten aus dem Matthäus-Evangelium als Evangelist führte und somit stimmliche Schwerstarbeit zu verrichten hatte. Außerdem wirkte der Frauenchor Groß Lafferde in Leitung von Gerlinde Bode mit. Am Karfreitag trug die intensive Probenarbeit Früchte.

Dagmar Klimke hatte aus den drei Chören, deren Mitglieder allesamt Laien sind, eine harmonische Einheit geformt. Das war beispielsweise in dem Lied "O Haupt voll Blut und Wunden" hörbar, als die Dirigentin das Ensemble nach kräftigem Auftakt wunderbar zu den Piano-Stellen führte. Aus dem Kreis der Solisten sind auch Harald Geister als Jesus, Uwe Eickmann als Petrus und Götz von Wagner als Jeremia zu würdigen.

Die "Lafferder Passion" hat eine lange Tradition. Von Pastor Barthold Cordes komponiert, war sie 1593 erstmals aufgeführt worden. Seit 15 Jahren gibt es eine überarbeitete Fassung, die alle drei Jahre geboten werden soll. Zuletzt war sie 2009 zu hören.

Auch am gestrigen Karfreitag war der Eintritt frei. Stattdessen wurden die Besucher gebeten, am Ausgang für die Renovierung der Groß Lafferder evangelischen Kirche zu spenden - was sie auf dankbare Weise taten.

Jesu Leiden und Auferstehung – musikalisch in Hohenhameln interpretiert

Beim Passionskonzert in Hohenhameln: Christopher Kleeberg (Orgel) und Robert Fehre-Warneboldt (Flöte).

Peiner Allgemeine Zeitung 27. März 2012
Passend zur vorösterlichen Passionszeit hatten Organist Christopher Kleeberg und Flötist Robert Fehre-Warneboldt eine Auswahl besinnlicher Stücke für ihr Konzert in der evangelischen St.-Laurentius-Kirche getroffen. Ergänzt wurde der musikalische Weg durch die Leidenszeit Jesu durch Lesungen von Otto Dolatka, der Bibelpassagen und Gedanken zur Person des Judas vortrug.

Rund 50 Besucher lauschten von Beginn an konzentriert und gaben sich teils mit geschlossenen Augen andächtig der Musik hin. Harmonisch und weich nahmen die Klänge von Orgel und Flöte die Gäste mit auf den Weg. Zum Einstieg spielten Kleeberg und Fehre-Warneboldt die Bach-Sonate aus „Himmelskönig sei willkommen“. Dunkle und schwere Klänge leiteten dann die Ciacona in f-Moll des berühmten Organisten Johann Christoph Pachelbel ein. Die ergreifende Interpretation des Stückes zog die Zuhörer schnell in den Bann.

Für die „Pavane Lacrymae“ von Jacon van Eyck verließ Flötist Fehre-Warneboldt die Empore und spielte die Altblockflöte vor dem Altar. Passend zu den melancholischen Klängen las Otto Dolatka aus dem Lukas-Evangelium die Geschichte über den Verrat des Judas und stellte die Frage, wer Judas eigentlich war. „Niemand möchte Judas genannt werden, niemand identifiziert sich mit diesem Menschen, niemand möchte sein Freund sein. Doch tun wir ihm damit nicht Unrecht? Gäbe es überhaupt Christen, wenn Judas nicht den Verrat begangen hätte?“, regte Dolatka zum Nachdenken an. Die Gäste griffen die Gedanken auf und nahmen sie mit in den Sonntagabend und durch die restliche Vorosterzeit. Die hoch professionelle Leistung der beiden Musiker belohnten die Zuhörer mit reichlich Applaus.

Eine musikalische Raben-Reise durch die Zeiten

Fritz Baltruweit nahm seine Zuhörer mit auf eine Raben-Reise.

Peiner Nachrichten 26.März 2012
Mit seinem neuen Programm "Ich sing für Dich" hatte Liedermacher und Pastor Fritz Baltruweit am Freitagabend in die evangelische Kirche in Lengede eingeladen. Es war ein Konzert der sanften und leisen Töne - zum Träumen und Innehalten.

In dem gut besuchten Gotteshaus nahmen der Künstler und seine Gruppe die Zuhörer mit auf eine musikalische Raben-Reise. "Wir fliegen mit einem Raben durch die Welt, das Jahr und durch das Leben. Es gibt weite Flüge durch die Zeiten und Landungen an Orten, wo es wunderschön ist - und wo es zur Sache geht, Orte der Freiheit, der Ausdauer, der Klugheit, des Todes und der Liebe", erzählte der Liedermacher.

So brachte er Raben- und Lebens-Geschichten voller Liebe und Sehnsucht in dem Konzertprogramm zu Gehör - erzählt, gesungen, musiziert. Zudem war es auch ein Abend, um aktiv mitzusingen. So entstand in der Kirche eine wohltuende und zum Teil meditative Stimmung, die durch Hintergrund-Illuminationen verstärkt wurde.

Zu den Liedern zählten unter anderem Titel wie "Ich möcht? ein Rabe sein", "Du leihst dir meine Flügel", "Ich sing? für dich", "Gib mir deine Hand" oder "Abendlied".

Aus der Gruppe um Fritz Baltruweit, Valentin Brand (Keyboard) und Sebastian Brand (Bass), ragt Konstanze Kuß heraus. Die Harfenistin entlockte ihrem Instrument liebliche und sanfte entspannende Töne, die das Publikum mit Beifall bedachte.

Bereits mit sechs Jahren erhielt Kuß den ersten Harfen-, später auch Blockflöten- und Klavierunterricht. Seit 1989 nahm sie regelmäßig an Wettbewerben teil und ist mehrfache Preisträgerin in den Kategorien Harfe solo, Harfe Kammermusik, Blockflöte solo und Neue Musik Ensemble.

Das Ensemble hat zusammen mit Fritz Baltruweit unzählige liturgische, kommunikative und konzertante Veranstaltungen musikalisch, inhaltlich und dramaturgisch gestaltet. Neben Konzerten in Kirchengemeinden - auch mit Kindern - bestimmen Rundfunk- und Fernsehsendungen und die Gestaltung von Großveranstaltungen bei Kirchentagen die "Agenda" der Gruppe. Dazu standen viele Mitsing- und Familienkonzerte in den vergangenen Jahren auf dem Programm.

Eines nahmen die Zuhörer mit auf ihren Heimweg: Ein Rabe kann die Freiheit genießen - das ist Glück.

Peiner Land feiert das Jahr der Kirchenmusik

Stellten das Programm vor (von links): Christof Pannes, Christa Gerts-Isermeyer und Burkhard Rothermund.

Peiner Allgemeine Zeitung 13. März 2012
Mit etwa 1000 Akteuren und mehr als 50 Veranstaltungen feiert der evangelische Kirchenkreis 2012 das Jahr der Kirchenmusik. Gestern stellten die Verantwortlichen das Programm vor.

„Die Musik vermag Dinge auszudrücken, die mit Worten kaum zu fassen sind. Gerade der Gesang ist eine starke Kraft, die uns verbindet“, erklärte Superintendentin Christa Gerts-Isermeyer. Unter dem Motto „Gottesklang“ feiert die evangelische Landeskirche Hannover deshalb das Jahr der Kirchenmusik.

Der Auftakt fand bereits mit einem Händel-Konzert in der Peiner St.-Jakobi-Kirche statt. Gestern wurde offiziell das Programm für das übrige Jahr bekannt gegeben. „Wir haben eine bunte Vielfalt zusammengestellt“, sagte Kirchenkreiskantor Christof Pannes. Das Angebot reicht von klassischer Kirchenmusik à la Bach über Gospel bis zu einem Jugend-Band-Festival. Besondere Höhepunkte sind zwei Radio-Gottesdienste sowie die „Klingenden Kirchen zur Nacht der Kirchen“ am 21. September.

Derzeit sind mehr als 50 Veranstaltungen geplant. Allein seitens der Chöre beteiligen sich laut Pannes etwa 600 Sänger. „Im Laufe des Jahres werden noch weitere Veranstaltungen dazukommen“, versprach Diakon Burkhard Rothermund. Eine Besonderheit ist auch das Festival der Chormusik vom 28. April bis 1. Mai in Peine. Pannes sagte: „Jeder kann mitmachen, der Lust hast, drei Tage am Stück zu singen und am Ende bei einem Konzert mitzumachen.“

Als Höhepunkt des Jahres feiert die Landeskirche am 9. Juni ein großes Fest in Hildesheim. „Peine ist dabei mit der Jugendkantorei vertreten“, so der Kantor. l Das komplette Programm sowie Infos zu den einzelnen Veranstaltungen gibt es unter www.kirche-peine.de, musik@kirche-peine.de und bei Pannes unter 05171/10394.

Hunderte werden musizieren im "Jahr der Kirchenmusik"

Peiner Nachrichten 13. März 2012
Musik fasziniert, berührt und bewegt - zu allen Zeiten. Musik war der Herzschlag der Reformation. Deshalb findet 2012 unter dem Motto "Gottesklang" im evangelischen Kirchenkreis Peine ein Jahr der Kirchenmusik statt.

"Viele hundert Mitwirkende werden im ganzen Landkreis in Kirchen- und Gospelchören, in Bands und Instrumentalgruppen singen und musizieren", kündigt Kirchenkreiskantor Christof Pannes an. "Bereits jetzt sind mehr als 50 Veranstaltungen im Programm", ergänzt Diakon Burkhard Rothermund.

Superintendentin Gerts-Isemeyer: "Eingebettet wird dieses musikalische Jahr außerdem in das umfassende Thema Reformation." Damit werde das Kirchenmusikjahr eine Wegmarke der Lutherdekade, die zum Reformationsjubiläum 2017 hinführt. Dann währt die Reformation bereits 500 Jahre. "In der setzte Luther als erster theologische Erkenntnisse in Choräle um, die alle Menschen singen konnten", erklärt Gerts-Isermeyer. Gemeindegesang und Kirchenmusik seien bis heute unverzichtbare Elemente des evangelischen Lebens.

Vielfalt zeige sich auch im Programm, so Diakon Rothermund. Eine Veranstaltung zum Beispiel sei das mehrtägige Festival der Chormusik Ende April in Peine. Dort könnten alle Interessierten mitmachen, es gibt auch ein gemeinsames Abschlusskonzert. Ein weiterer Höhepunkt seien zwei Konzerte in der vorweihnachtlichen Zeit mit dem St. Urban Gospelchor. Außerdem gebe es Chormusik aus Gregorianik und Barock oder einen plattdeutschen Gottesdienst mit einem Posaunenchor. Auch an die Kleinsten ist gedacht mit einem musikalischen Gottesdienst für Kinder - und an die Nachtschwärmer mit einer "Nacht der Kirchen".

"Gottesklang" findet im Kirchenkreis Peine und in den evangelischen Kirchen Hannover, in Westfalen und in Lippe statt. Bundesweit begeht die evangelische Kirche 2012 das "Jahr der Kirchenmusik."

Wer sich über "Gottesklang" im Kirchenkreis informieren oder wer mitmachen möchte, kann sich an Kirchenkreiskantor Christof Pannes wenden unter der E-Mail-Adresse musik@kirche-peine.de oder unter Telefon (0  51  71) 1  03  94. Die bereits geplanten Veranstaltungen sind in einem Flyer aufgeführt, der in den Gemeinden ausliegt. Allgemeine Informationen gibt es unter www.gottesklang.de.

Ein Jubiläum voller Poesie und Wohlklang

Der Sprengelposaunenchor Hildesheim bestritt unter der Leitung von Silke Lindenschmidt mit 30 Bläsern das Konzert in der Bernwardkirche.

Peiner Nachrichten 12. März 2012
Der Posaunenchor Groß Lafferde blickt auf sein 60-jähriges Bestehen zurück. Zu den Gratulanten gehörte auch der Sprengelposaunenchor Hildesheim. Der kam zum Jubiläum mit einem sehr feinen Gebinde aus Poesie und Wohlklang.

Die Zuhörer in der gut besuchten Bernwardkirche erlebten einen Abend, der vom ersten Wort bis zum letzten Ton arrangiert und gut durchkomponiert war. Das Jahr der Kirchenmusik 2012 ist mit dem Motto "Gottesklang" überschrieben.

In der evangelischen Kirche Groß Lafferde hieß der Leitspruch "Da wohnt ein Sehnen". Nachdem Pastor Burkhard Kindler die Besucher begrüßt hatte, trug Pastorin Christine Tergau-Harms, Referentin im Michaeliskloster Hildesheim, selbstverfasste Texte, in denen sie das Wort "Sehnsucht" auf vielfältige Weise interpretierte, vor, aber auch Verse der Dichter Johann Wolfgang von Goethe und Hermann Hesse.

Christine Tergau-Harms, die am Evangelischen Zentrum für Gottesdienst und Kirchenmusik tätig ist, leitete von einem musikalischen Satz zum nächsten über. Der Sprengelposaunenchor Hildesheim hatte unter anderem Kompositionen von Cesar Franck, Claudio Monteverdi und Johann Michael Bach in seinem anspruchsvollen Repertoire.

Das Ensemble trat in Groß Lafferde mit neun Bläserinnen und 21  Bläsern auf, alles Amateure, die aus den Kirchenkreisen Hildesheimer Land, Sarstedt, Celle, Wittingen, Gifhorn, Wolfsburg und Peine stammen. Sie spielten Posaunen, Trompeten, Flügelhörner und Tuben. Einzige Berufsmusikerin ist die Dirigentin, Landesposaunenwartin Silke Lindenschmidt. Sie führte den Sprengelposaunenchor Hildesheim ohne Taktstock mit raumgreifenden Armbewegungen sicher durchs Programm, wobei sie die Crescendi, also das An- oder Abschwellen der Lautstärke, in den vorwiegend langsamen Stücken geradezu majestätisch herausarbeitete.

Besonders gut kamen beim Publikum das "Notturno", eine anheimelnde Serenade von Felix Mendelssohn Bartholdy, an - und Dieter Wendels "Irgendwo auf der Welt fängt der Weg zum Himmel an" - womit alle wieder beim Jahresmotto "Gottesklang" waren.

Groß Lafferde: Musik und Poesie weckten Sehnsucht

Hingebungsvoll: Der Sprengelposaunenchor Hildesheim begeisterte in der St.-Bernward-Kirche.
Mehr als 150 Gäste waren zum Konzert gekommen.

Peiner Allgemeine Zeitung 12.März 2012
Sehnsucht – unter diesem Titel gab der Sprengelposaunenchor Hildesheim am Freitagabend in der St.-Bernward-Kirche in Groß Lafferde ein Konzert. Mehr als 150 Gäste lauschten den eindrucksvollen Klängen, die Pastorin Christine Tergau-Harms vom Michaeliskloster Hildesheim mit stimmungsvollen poetischen Texten untermalte.

Ob nach einem Menschen oder nach Zeit, nach einer fernen Welt oder nach Veränderung – die Sehnsucht ist ein ständiger Begleiter, der die Menschen träumen lässt. Diese Erkenntnis hat Tergau-Harms den Zuhörern vermittelt – mit starken, selbst formulierten Worten, mit Zeilen Johann Wolfgang Goethes und einem Gedicht von Hermann Hesse. Und während die Gäste nach jeder Sequenz noch über die Worte der Pastorin nachdachten, erklangen bereits die Töne des Posaunenchors. Bei den Stücken des französischen Komponisten César Franck schweiften die Gedanken in die Ferne, sie flogen durch die Kirchentür hinaus und verschwommen in der Fremde.

Beinahe meditativ saßen die mehr als 150 Zuschauer in den Bankreihen und verfolgten die Musik des Posaunenchors unter der Leitung von Landesposaunenwartin Silke Lindenschmidt vom Michaeliskloster Hildesheim. Im Rahmen von „Gottesklang – das Jahr der Kirchenmusik 2012“ und auf Einladung des Posaunenchors Groß Lafferde, der in diesem Jahr sein 60-jähriges Bestehen feiert, war das 30-köpfige überregionale Ensemble, das aus Posaunenchor-Bläsern verschiedener Kirchenkreise besteht, in die St.-Bernward-Kirche gekommen. Unter dem Titel „Da wohnt ein Sehnen – die Facetten der Sehnsucht in Musik und Poesie“ spielte es unter anderem Werke von Claudio Monteverdi, Morton Lauridsen und Felix Mendelssohn Bartholdy. Und das mit einer solchen Hingabe, dass es die Zuschauer nicht lange still auf ihren Plätzen hielt. Immer wieder applaudierten die Groß Lafferder, die den tiefsinnigen Konzertabend sichtlich genossen.

Als ein Mitglied des Posaunenchores schließlich noch „Irgendwo auf der Welt“ von Dieter Wendel sang und ein Glockenspiel die berühmte Melodie sanft wiederholte, schienen die Zuschauer restlos entzückt. Nach einem ruhigen und zugleich furiosen Schlussstück bedankten sich die Gäste mit viel Applaus und gingen mit der Sehnsucht im Herzen hinaus in die Nacht.

Stimmliche Genußmomente in St. Jakobi

Höchste Präzision: Kirchenkreiskantor Christof Pannes.
Erreichten obere Sprossen der Qualitätsleiter: Die Jugend- und die Kirchenkreiskantorei.
Starke Stimmen in der St.-Jakobi-Kirche: Auch die Solisten überzeugten.

Peiner Allgemeine Zeitung 05. März 2012
Sie stehen in unserer Stadt für hohen chorgesanglichen Wohlklang und haben unter der Leitung von Kirchenkreiskantor Christof Pannes längst die oberen Sprossen der Qualitätsleiter erreicht: Am Sonntag schwelgten die Jugend- und die Kirchenkreiskantorei erneut im Händel-Sound – und das Publikum in der St.-Jakobi-Kirche mit ihnen. 

Das „Funeral Anthem for Queen Caroline“ und das Anthem „O praise the Lord? hatte sich Pannes für seine erfolgsgewohnte Gesangsmannschaft vorgenommen. Und die arbeitete sowohl die erschütternde Todesklage für Queen Caroline, der Händel übrigens einst sehr zugetan war, ebenso souverän und – im besten Sinne – routiniert ab, wie den geradezu überschwänglichen Gotteslobpreis. 

Zwar musste Pannes zu Beginn noch recht energisch locken, aber dann lief der Klangkörper so rund, wie man es von den unzähligen Auftritten gewohnt ist: Sängerisch auf vertraut hohem Niveau, wobei allerdings die Textverständlichkeit diesmal weitgehend auf der Strecke blieb. Verzeihlich, handelt es sich in beiden Stücken um aneinandergereihte und thematisch-poetisch aufgehübschte und den jeweiligen Themen angepasste Bibelverse. Händels expressive Lobeshymne auf die verstorbene Monarchin kam ebenso sachlich wie gesanglich untadelig aus dem Altarraum. Wobei die Kantorei zwar hier einen wahren Gesangsmarathon absolviert. Die vier Solisten Magdalene Harer (Sopran), Beat Duddek (Alt) Tenor Manuel König und Michael Humann (Bass) sind versierte Leistungsträger im oratorischen Fach und lieferten immer wieder stimmliche Genussmomente. 

Das Göttinger Barockorchester, im Kulturbetrieb unserer Stadt längst eine feste Größe, musizierte einwandfrei, ihr Leiter Henning Vater präsentierte sich als tüchtiger Geigen-Solist bei Händels „Concerto B-Dur für Violine und Orchester“. Als wahrer Stimmungsaufheller präsentierte der Chor Händels Glaubens-Hymne, deren Text geeignet ist, jedem Sänger seinem höchstpersönlichen Glaubensinhalt im Wortsinne „eine Stimme“ zu geben. Stattdessen verlegte sich das Ensemble auf hohe Konzentration zugunsten untadeliger Stimmführung und höchster Präzision. Erst ihre Zugabe nach dem minutenlangen Schlussapplaus wirkte dann, als sei jede Anspannung von ihnen abgefallen – so klar, so strahlend und überzeugend, so jubelnd unbefangen und ehrlich gingen sie aus sich heraus: „Mit frohem Klang lasst alle Stimmen auf Erden zum Himmel schallen.“ So muss es sein! Bravo!