Evangelisch-lutherischer Kirchenkreis Peine

Luisenstraße 15, 31224 Peine, Tel.: (05171) 80244-440, Fax: (05171) 80244-449, Internet: http://www.kirche-peine.de

 
 
Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine:
Mittwoch, 19. Dezember 2018:
Losungstext:
Das Zeugnis des HERRN ist gewiss und macht die Unverständigen weise.
Psalm 19,8
Lehrtext:
Wer seine Gebote hält, der bleibt in Gott und Gott in ihm. Und daran erkennen wir, dass er in uns bleibt: an dem Geist, den er uns gegeben hat.
1.Johannes 3,24
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Spannende Bilder, die Sie nie zuvor gesehen haben.

Begleiten Sie uns auf unserem spannenden Abenteuer.

Während eines Konfirmanden-Praktikums haben wir uns auf den Weg gemacht, fotografiert und erzählt.

 

 

 

 

 

 

Altar (Kim)

Der Altar der St-Jakobi-Kirche befindet sich gegenüber der großen Eingangstür der Kirche. Über dem aus Stein gearbeiteten Altartisch kann man die letzte Abendmahlszene mit Jesus und seinen Jüngern erkennen. Die Hintergrundfarbe bildet ein strahlendes Blau, welches die Symbolfarbe für Jesus Christus ist. Der Engel, der links unter dem vergoldeten Baldachin steht, trägt einen Teller mit Brot. Auch rechts ist ein Engel, er trägt einen Kelch, der ebenfalls vergoldet ist. Die goldenen Flügel der Engel signalisieren, dass das Brot und der Inhalt des Kelches Gaben Gottes sind. Über dem Bild des Abendmahls steht das Kreuz mit unserem Erlöser, welcher mit einem goldenen Nimbus geschmückt ist. Links unter ihm steht seine Mutter Maria und rechts sein Lieblingsjünger Johannes. Im Altar sind mehrfach drei Farben zu erkennen: Purpurbraun für Gott, Blsu für Jesus und Gold für den Heiligen Geist.

Der Altar wurde 1898 bis 1899 von dem hannoverschen Bildhauer Wilhelm Schröder aus Dieser Sandstein gefertigt. An der Wand hinter dem Altar ergänzen drei Tierbilder den vorher laufenden Text. Links und Rechts über dem Altar sind zwei Vogelbilder zu erkennen, beide sind von einem blauen Kreis eingerahmt, welcher aus zwölf Halbkreisen besteht. Das linke Bild stellt einen Pelikan da und das rechte einen Adler. Da drüber hat der Maler einen Fries mit sechs Hirschen gezeichnet, die sich paarweise einem Baum zuwenden. Da drüber krönt das runde Christus-Fenster die Wand hinter dem Altar. Die beiden Buchstaben Alfa und Omega die auf dem Buch, welches Jesus in der Hand hat, abgebildet sind, stehen dafür das Jesus alles ist. Diese Buchstaben wurden gewählt, weil das Alfa und Omega im Griechischen Alphabet der erste und letzte Buchstabe sind.

 

Die Orgel (Tilman)

 

Man hört sie bei jeden Gottesdienst-die Orgel.

Mit ihr beginnt und endet jeder Gottesdienst.

Doch was steckt dahinter?

 Ein Einblick hinter die Kulissen der Orgel:

Der Klang der Orgel wird durch Pfeifen gemacht, mit so genannte „Orgelwind“, wodurch die Pfeifen ertönen. Dies ist die Pfeifenorgel, im Gegensatz zur elektronischen Orgel, wo die Töne wie beim Keyboard durch Elektronik erzeugt werden. Es gibt verschiedene Pfeifenreihen, wie viele kommt auf die Orgel an. Woher kommt aber die Luft für die Pfeifen? Sie kommt aus dem „Windwerk“. Dies wurde früher noch von Hand angetrieben, später dann von Elektronik. Das Windwerk wird auch „Gebläse“ genannt. Dort wird auch die Verteilung und Modellierung der Luft bestimmt. Der Winddruck ist für die Orgeln immer anders, wenn sie z.B. in der Hochromantik gebaut wurde hatte sie wahrscheinlich um die 100 mmWS. Die Orgelpfeifen gibt es aus verschiedenen Stoffen: Holz und Metall (bei der St. Jakobi aus Metall). Die Pfeifenlängen sind für jeden Ton unterschiedlich: Die Großen sind um die 5 Meter groß, die kleinen nur wenige Zentimeter. In einer Orgel können viele dieser Pfeifen sein. In der St.-Jakobi-Orgel über 3.300. Die Orgel ist das christliche Instrument, es ist über 1000 Jahre alt. Schon im alten Ägypten gab es Vorläufer der Orgel. Ihre Vielfalt an Tönen und Klängen gibt es in keinem anderen Instrument.

Glocken (Benni)

 

Die Glocken der St. Jakobi Kirche sind noch nicht sehr alt, weil:

Im 1.Weltkrieg wurde sehr viel Metall benötigt. Dafür wurden aus vielen Kirchen die Glocken eingeschmolzen. Wie auch bei der St. Jakobi Kirche. Doch glücklicherweise wurde uns die größte Glocke (1,5 t) von der Salzgitter AG gestiftet. Die beiden „kleineren“ wurden aus der Gemeinde gestiftet. So kommt es, dass die Glocken noch nicht so alt sind wie die Kirche.

 

Die große Glocke hängt eine Treppe unter dem höchsten Punkt vom Turm. In ihr ist neben dem großen Schlägel die Inschrift „Gestiftet von der Salzgitter AG“ zu sehen. Wenn die Glocke schlägt, ist sie in fast der ganzen Stadt Peine zu hören. Oben im Turm befinden sich noch weitere kleinere Glocken.

Turm (Louis)

 

Der Tod des 17. Bürgermeisters von Peine

Vor nicht allzu langer Zeit lebten im Turm der St.-Jakobi-Kirche Vampire. Eine ganze Familie. Jakob, Anna, Gerhild und seine Frau Irmtrud.

Sie tranken pro Kopf jede Nacht das Blut eines erwachsenen Menschen. So herrschte über eine lange Zeit Terror in Peine. Wie auch in dieser Nacht.

Da es in dieser Familie eine Tradition ist, sollte Jakob zu seinem 18. Geburtstag das Blut vom Bürgermeister trinken. Das ist natürlich nicht einfach, denn der Bürgermeister ist ein hohes Tier. Also brauchte er einen Plan. Jakob dachte, daran ihm nachts bei der Buchführung einfach in den Hals zu beißen. Gedacht, gemacht. Also brach er in der nächsten Nacht im Rathaus ein und ging in die Bücherei. Doch da war der Bürgermeister nicht. Anscheinend lag er schon im Bett! Also stieg Jakob in sein geklautes Automobil und fuhr zu der Residenz des Bürgermeisters. Dort fand er ihn allerdings auch nicht vor. Jakob dachte: Vielleicht hat er Schlafstörungen! Also fuhr er bei der Apotheke vorbei. Jakob guckte durchs Fenster, doch sah er den Bürgermeister nicht. Da fiel Jakob plötzlich ein, dass der Bürgermeister eine neue Freundin hatte und fuhr zu deren Haus. Dort stieg gerade eine riesige Party. Er konnte natürlich nicht einfach reingehen, also fuhr er wieder nach Hause und wartete auf die nächste Nacht.

Er kann ja dummerweise bei Tag nicht nach draußen gehen. So schläft er ein in der Hoffnung, dass er in der morgigen Nacht den Bürgermeister umbringen kann.

Pünktlich zur Dämmerung steht Jakob auf, denn er weiß, dass der Bürgermeister heute mit seiner Freundin in den

Urlaub fliegen will. Also fährt er zum Parkplatz des Hannoveraner Flughafens um das Pärchen aus dem Auto steigend zu töten.

Als sie ausstiegen, biss er ihr in den Hals. Der Bürgermeister rannte weg so schnell er konnte, und Jakob ihm hinterher. Als er ihn eingeholt hatte, biss er ihm in den Hals. Das war das Ende des 17. Bürgermeisters von Peine.

Dann nahm Jakob ihn und flog fort in den Turm. Bis zum Morgengrauen feierte seine Familie dann. Jakob war glücklich und seine Familie auch. Ende gut alles gut.

Über dem Gewölbe (Thore)

 

Als wir über dem Gewölbe ankamen, hörten wir ein Knallen. Wir gingen zu einer Leiter und kletterten runter. Allerdings sahen wir dort nichts, also schlichen wir leise in Richtung Ausgang. Dann gingen wir aber nochmal gucken , ob das Knallen nicht von direkt über dem Gewölbe, also unter unseren Füssen, unter dem Holzweg, herkam. Aber auch dort kam es nicht her. Deshalb gingen wir zum Turm und sahen nach unten. Dort entdeckten wir Straßenmusiker die trommelten. Also gingen wir wieder zurück, guckten noch einmal über das Gewölbe. Danach gingen wir wieder den Weg zur Kirche hinunter.

Blick auf die Altstadt (Ben)

Als ich vor kurzem den Turm der St.-Jakobi-Kirche betrat, traute ich meinen Augen nicht!

 

Ich war vor vielen Jahren das letzte mal im Turm. Alles hat sich verändert! Es stehen neue Häuser, wo in der Vergangenheit noch nichts zu sehen war. Die ganzen neuen Geschäfte und Firmen haben sich nach und nach angesammelt. Es wurden immer mehr, und im Mittelpunkt die St.-Jakobi-Kirche. Ich musste eine kurze Zeit überlegen was früher dort einmal war. Die Sparkasse, die direkt vor der Kirche steht, ist eins der jüngsten Häuser in der Stadt. Überall um St. Jakobi herum stehen noch viele alte Häuser, die ich noch von früher kenne. Aber das älteste Gebäude ist immer noch die Kirche. Diesen Blick über die Stadt Peine hat man nur, wenn man keine Höhenangst hat. Um diesen Blick zu bekommen, muss man erst einmal auf den in 50 Metern Höhe liegenden Balkon gehen.

 

Diesen Blick muss man einfach mal genossen haben, um zu verstehen, warum die Peiner ihre Stadt so lieben.