Evangelisch-lutherischer Kirchenkreis Peine

Luisenstraße 15, 31224 Peine, Tel.: (05171) 80244-440, Fax: (05171) 80244-449, Internet: http://www.kirche-peine.de

 
 
Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine:
Dienstag, 21. August 2018:
Losungstext:
Der HERR, unser Gott, verlasse uns nicht und ziehe die Hand nicht ab von uns.
1.Könige 8,57
Lehrtext:
Die Jünger zogen aus und predigten an allen Orten. Und der Herr wirkte mit ihnen und bekräftigte das Wort durch die mitfolgenden Zeichen.
Markus 16,20
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Sommer!

Wenn jetzt Sommer wär,

wär ich hinterher, mir´n Shirt anzuziehen

und dann ab ans Meer und der Winter

hier läge hinter mir. Ich hätt´n Eis auf

der Zunge und würd nicht mehr frier´n.

 

So viel Sehnsucht steckt in den Zeilen des Liedes von dem Sänger Ingo Pohlmann. Sehnsucht, aus der Kälte herauszukommen, Sehnsucht nach Sonne, nach Wärme und Licht. Schon im Februar beginnen diese Sehnsüchte laut zu werden – jedenfalls bei mir. Deshalb war ich zu dieser Zeit auch auf Kuba. Traumhaft! Dann irgendwann die lang ersehnten ersten Sonnenstrahlen – mal früher, mal später. Der erste richtig warme Tag ist da. Gerade richtig, um sich auf einen schönen Sommer zu freuen. Endlich ans Meer, endlich ein Eis auf der Zunge. Wie der Sommer sich entwickelt, werden wir in den nächsten Wochen erleben.

Die Sehnsucht nach Sommer und Licht kommt nicht von ungefähr. Wir Menschen sind nicht für die Dunkelheit gemacht. Wir brauchen Licht und Wärme – von der Sonne, aber auch von anderen Menschen. Sie sind tief in uns verankert. Sie sind lebensnotwendig.

Die Sonne, das Licht, ist die Quelle von Kraft und Leben. Im Alten Testament wird diese Kraft in den Psalmen aufgenommen und etwas umgedeutet.

Denn bei dir ist die Quelle des Lebens, und in deinem Lichte sehen wir das Licht (Psalm 36,10).

Gott ist die Quelle des Lebens, er ist das Licht der Welt, nach dem wir uns sehnen. Er gibt Wärme und Geborgenheit. Er ist der Ort, an dem unsere Seele aufblühen kann.

Und die Sehnsucht nach Gott treibt uns an. Sie hilft uns, dunkle Zeiten zu überstehen und lässt uns hoffen, dass Gottes Licht wieder heller strahlen wird, dass endlich wieder ein Gottessommer kommt.

„Wenn jetzt Gottessommer wär“ könnte man singen. Dann gäbe es bei allen politischen, wirtschaftlichen und sozialen Krisen, die uns tagtäglich begleiten, wieder Hoffnung in allem Frust. Nachrichten würden nicht unseren Alltag verdunkeln, sondern Hoffnungslichter würden sich verbreiten.

Denn in Gottes Licht sehen wir das Licht. Wir können durch den Blick auf Gott die Welt und unser Umfeld anders erkennen, anders verstehen und anders deuten.

Wenn jetzt Gottessommer wär, dann würde unsere Sehnsucht nach Gott gestillt werden, weil wir alle alles dafür täten, dass Gottes Licht und Liebe spürbar wird.

 

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und euch eine gesegnete Sommer- und Ferienzeit!

Ihre/Eure Beate Lenz

Kirchturmspitze der St.-Jakobi-Kirche

"Woher kommt eigentlich der Hahn?"

Es scheint ihm gut zu gehen, unserem Hahn oben auf dem Kirchturm. Wind und Wetter konnten ihm bisher nichts anhaben. Viele wissen aber nicht mehr, warum so viele Kirchen einen Hahn auf ihrer Spitze haben. Hier die Antwort:

 "Und alsbald krähte der Hahn", so heißt es im Matthäus-Evangelium (Kap. 26). Es geht um Petrus. Jesus hatte ihm gesagt: "Wahrlich, ich sage dir: In dieser Nacht, ehe der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen."

Eine Episode, als Jesus am Vorabend seines Todes gefangen genommen war. Alle Jünger hatten sich von ihm abgewandt, nur Petrus wollte standhaft bleiben, verleugnet und verrät aber Jesus, als er gefragt wird. Nicht nur einmal verleugnet er ihn, sondern dreimal. Und dann heißt es: "Und alsbald krähte der Hahn. Da dachte Petrus an das Wort, das Jesus zu ihm gesagt hatte: Ehe der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen. Und er ging hinaus und weinte bitterlich."

Daran erinnert der Hahn - und natürlich haben sich viele schon im Verhalten des Petrus wieder gefunden. Und dann die Möglichkeit entdeckt, um Vergebung zu bitten.