Evangelisch-lutherischer Kirchenkreis Peine

Luisenstraße 15, 31224 Peine, Tel.: (05171) 80244-440, Fax: (05171) 80244-449, Internet: http://www.kirche-peine.de

 
 
Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine:
Mittwoch, 17. Oktober 2018:
Losungstext:
Seine Herrschaft wird groß und des Friedens kein Ende sein.
Jesaja 9,6
Lehrtext:
Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit.
Hebräer 13,8
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Lebenselixier Wasser

Wochenlange Hitze. Temperaturen, die über 30 Grad lagen. Stöhnen allenthalben. Ratschläge ohne Ende, wie man das alles überstehen kann, ohne Schaden zu nehmen. Peine im Sommer 2018: Sonne, Sonne, Sonne. Wir konnten trotzdem duschen, das Wasser kam wie immer aus der Leitung. Das Glas Wasser löschte vorübergehend den Durst.

(Ein Ausnahme-Wochenende gab es: Der Sommerfest-Sonntag von Spitta, Gerhard-Lucas-Meyer-Stiftung, Kindertagesstätte Jakobi in den Fahlwiesen und St.-Jakobi-Kirchengemeinde. Da war es wie immer mit dem Wetter - es hat geregnet; aber in diesem Jahr haben wir im trockenen Forum gefeiert.)

Szenenwechsel: Jahrelange Hitze. Temperaturen, die über 30 Grad liegen. Sonne, Sonne, Sonne. In manchen Teilen Syriens, des Irak oder im Iran hat es seit drei Jahren nicht mehr geregnet. Das Wasser wird knapp und ist ein kostbares Gut. Es muss zum Teil Kilometer entfernt geholt, getragen werden. Kochen, trinken werden zu Zeit raubenden Angelegenheiten.

Dass die Märchen vom „Wasser des Lebens“ ursprünglich in solchen Landstrichen beheimatet sind, wundert nicht.

Wasser des Lebens, Lebenswasser, lebendiges Wasser. 528 steht es in meiner Luther-Bibel aufgeschrieben: Wasser.

„Wohlan, alle, die ihr durstig seid, kommt her zum Wasser!“ So der Prophet Jesaja. Er kennt den Durst, die Hitze und die Wasserknappheit. Und er wendet sich an das Volk Israel, bei dem er nicht nur den „normalen“ Durst sieht. Er möchte das Volk auf Gott hin ausrichten mit Lebensworten, die den Durst nach Leben und Sinn stillen können.

Das findet sich in der Jesus-Christus-Geschichte von Johannes wieder. In Evangelium und Offenbarung lässt er den Christus Gottes an einem Brunnen „lebendiges Wasser“ anbieten, erfrischendes Quellwasser aus der Quelle des Lebens. Er meint vollendetes Leben und Sinn aus der nie versiegenden Quelle Gottes selbst. Und wer im 4. Kapitel des Johannesevangeliums liest, weiß: Der Christus selbst ist gemeint. Er gibt das Geschenk Gottes weiter.

Vier Verse vor Ende der Johannes-Offenbarung wird dann der Bogen nochmals zurück zu Jesaja geschlagen: „Und wen dürstet, der komme; und wer da will, der nehme das Wasser des Lebens umsonst.“ Wieder ist es der Christus Gottes, der so spricht. Er ist Wasser und Quelle zugleich. Belebend für das Leben, Sinn mit Substanz und Tiefe, Gottes Geschenk in allem und für alle.

Ihr/Euer Pastor

Frank Niemann

Kirchturmspitze der St.-Jakobi-Kirche

"Woher kommt eigentlich der Hahn?"

Es scheint ihm gut zu gehen, unserem Hahn oben auf dem Kirchturm. Wind und Wetter konnten ihm bisher nichts anhaben. Viele wissen aber nicht mehr, warum so viele Kirchen einen Hahn auf ihrer Spitze haben. Hier die Antwort:

 "Und alsbald krähte der Hahn", so heißt es im Matthäus-Evangelium (Kap. 26). Es geht um Petrus. Jesus hatte ihm gesagt: "Wahrlich, ich sage dir: In dieser Nacht, ehe der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen."

Eine Episode, als Jesus am Vorabend seines Todes gefangen genommen war. Alle Jünger hatten sich von ihm abgewandt, nur Petrus wollte standhaft bleiben, verleugnet und verrät aber Jesus, als er gefragt wird. Nicht nur einmal verleugnet er ihn, sondern dreimal. Und dann heißt es: "Und alsbald krähte der Hahn. Da dachte Petrus an das Wort, das Jesus zu ihm gesagt hatte: Ehe der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen. Und er ging hinaus und weinte bitterlich."

Daran erinnert der Hahn - und natürlich haben sich viele schon im Verhalten des Petrus wieder gefunden. Und dann die Möglichkeit entdeckt, um Vergebung zu bitten.