Peine. Zu Beginn dieses Jahres hat sich aus den Gemeinden Frieden, Martin Luther, St. Jakobi, St. Johannis Telgte, St. Petrus Stederdorf und Wendesse sowie Vöhrum, Eixe, Röhrse die Gesamtkirchengemeinde Peine gegründet. Schnell waren sich die beteiligten Kirchenvorstände einig, dass für die künftig anfallende Verwaltungsarbeit ein Organisationstalent gefunden werden muss.
Als Büroleitung hat Ann-Sophie Saar im Januar ihren Dienst angetreten – anfangs noch ohne Büro oder entsprechende Einrichtung. „Ich habe in den ersten Wochen viel bei den Pfarrsekretärinnen hospitiert, war mit bei verschiedenen Gremiensitzungen und auch mit einer Delegation im Kirchenamt in Hildesheim. Das war für mich sehr interessant und ich habe schon viele engagierte haupt- und ehrenamtliche Mitarbeitende kennenlernen dürfen“, berichtet die 24jährige.
Seit Mitte Februar ist ihr Büro in den Räumen neben der Lutherkapelle am Walzwerk 13 in der Peiner Südstadt nun komplett eingerichtet. Feste Bürozeiten für Besucher gibt es derzeit noch nicht, aber schon viel Arbeit.
„Für mich ist es ein dreifacher Neuanfang. Peine kannte ich bisher nicht, die Gesamtkirchengemeinde ist neu und es ist meine erste Stelle nach der Ausbildung, die ich beim Deutschen Roten Kreuz in Wolfsburg gemacht habe. Kirchlich engagiere ich mich in meiner Heimatgemeinde Calberlah im Kreis Gifhorn. Dort bin ich im Kirchenvorstand und interessiere mich besonders für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen“, sagt Saar.
So erfuhr sie auch von der freien Stelle in Peine. Auf einer Fortbildung zur Kirche Kunterbunt, einem Angebot für Kinder, hörte sie, dass die Gesamtkirchengemeinde Peine eine Büroleiterin sucht, bewarb sich und bekam den Job.
„Es ist toll, dass ich alles von Anfang an mitgestalten kann. Die Chance hat man nicht so oft. In meiner Kirchengemeinde habe ich auch schon Erfahrungen mit dem Gemeindebrief, der Öffentlichkeitsarbeit, der Organisation von Veranstaltungen und der Gremienarbeit gesammelt. Das werden hier alles meine Aufgabenbereiche sein“, erklärt die Kauffrau für Büromanagement.
Die Pfarrsekretariate vor Ort bleiben aber weiterhin bestehen und sind erste Anlaufstelle für Fragen und Anliegen der Gemeindeglieder, ebenso wie die Ortsteams, die den bisherigen Kirchenvorständen nachfolgen. Für die Stadtgemeinde gibt es zudem einen Gesamtvorstand mit Mitgliedern aus allen bisherigen Einzelgemeinden.
„Ich freue mich sehr auf Peine und meine neuen Aufgaben. In den ersten Monaten werde ich mir erstmal ein Bild machen und in meinem neuen Job ankommen. Ein paar Ideen für die künftige Arbeit habe ich aber auch schon. Besonders wichtig ist mir, dass sich möglichst viele Menschen eingeladen fühlen, sich aktiv in die Gemeinde einzubringen – denn Gemeinschaft lebt von Vielfalt und Engagement“, meint Saar abschließend.