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Putsche Huppi in der Kirche

Faschingsgottesdienst mit Berlinern und Schunkelmusik

Edemissen. Pünktlich um 11.11 Uhr begann der fröhliche Faschingsgottesdienst mit Pastorin Eva Bartkowski in der Martin-Luther-Kirche. Bunte Luftballons, ein glitzernder Vorhang und ein mit der Regenbogenflagge geschmücktes Lesepult erwarteten die Besucher. Für den musikalischen Rahmen sorgte Renate Mainusch an der Orgel.

Passend zum Anlass sang die Gemeinde „Wir lassen uns das Singen nicht verbieten“ oder auch „So ein Tag, so wunderschön wie heute“. Dazu wurde dann auch kräftig geschunkelt.

Statt einer Predigt hatte Pastorin Bartkowski eine Büttenrede (hier zum Nachlesen) vorbereitet. In einem Parforceritt durch aktuelle Themen wie Bundestagswahl, Migration, Bildung, Fachkräftemangel und internationale Konflikte sparte sie nicht mit Ironie. Doch zum Schluss gab sie einer großen Hoffnung Ausdruck.

„Gott lässt uns nehmen jede Hürde damit heil wird diese Erde. Da stimmen auch die zu die sonst sagen, lass mich mit der Kirch in Ruh. Dafür sollen wir Gläubigen was tun und reden wie lange. Aber haben wir noch zu geben, wenn uns die Finanzen ins Minus stürzen, weil viele ihre Mitgliedschaft kürzen? Darüber wird in den Medien nicht gesprochen, hat die Kirche doch zuletzt zu viel verbrochen. Bewertungen und Vorurteile, gute Beschlüsse fassen dauert eine Weile. Da braucht es Feingefühl und Geduld und nicht die Suche: Wer hat Schuld? Kommt endlich zusammen an einen Tisch und es wird – wie’s Gott verheißt – himmlisch. Ich verabschiede mich mit dem Edemisser Gruß Putsche Huppi Putsche Huppi – Schluss“, beendete sie ihre Rede.

Nach dem Segen für die kommende Woche gab es noch eine süße Überraschung am Ausgang. Alle Besucher durften sich einen Berliner mitnehmen oder auch direkt vor Ort verspeisen. Außerdem wurden die bunten Luftballons verteilt, sodass auf dem Heimweg durch Edemissen nicht nur ein Hai und ein Piratenballon, sondern auch viele Herzen in allen Farben des Regenbogens für Farbe sorgten.